Von alleinerziehend zu alleinverantwortlich

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Alleinverantwortlich ohne anderen Elternteil

Seit fast 3 Monaten ist es nun traurige Realität. Alleinerziehend geht auch anders. Alleinerziehend hat so unendlich viele Varianten und Facetten und wir befinden uns gerade auf dem Weg zu einer anderen Variante. Nämlich der Variante ganz auf sich allein gestellt zu sein, keine freien Wochenenden mehr zu haben und wirklich 24/7 für 365 Tage im Jahr alleinverantwortlich zu sein.

Wie es dazu gekommen ist, werde ich euch ein andermal erzählen. Ob es für immer so bleibt weiß ich nicht, auch wenn es im Moment danach aussieht. Was fest steht ist ein langer, herausfordernder Weg, den wir aber natürlich schaffen werden. Denn Aufgeben gibt es ja bei mir nicht.

Was hat sich verändert?

Keine freien Wochenenden mehr. Das ist wohl der größte Unterschied zwischen alleinerziehend und alleinverantwortlich sein. Die Kinder sind jetzt immer da. Egal, ob ich einfach mal nur eine Grundreinigung der Wohnung machen möchte, einen Abend ins Kino oder am Blog arbeiten möchte, es geht nicht mehr ohne die Kinder. Der Haushalt bleibt öfter liegen, da durch meine Aufstockung der Arbeitsstelle, einfach weniger Zeit ist. Und in dieser Zeit sind die Kinder da. Das heißt, bei manchen Dingen packen sie jetzt mit an. Bei anderen müssen sie sich hingegen alleine beschäftigen, weil ich das lieber alleine mache.


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Balance finden zwischen Arbeit und Erholung

Auch die Arbeit am Blog oder meinem Buchprojekt bleibt oft liegen. Wo ich vorher manchmal 15 Stunden am Wochenende gearbeitet habe, fehlt mir diese Zeit, da ich die Wochenenden natürlich mit den Kindern verbringe. Mal zwischendurch eine Stunde arbeiten geht schon, aber wirklich effektiv ist es nicht. Es läuft also alles ein bisschen langsamer, und das bei mir, wo ich doch alles lieber schon gestern erledigt habe, anstatt morgen 😉

Durch die Dauerbelastung ohne Pause, werden auch die Abende kürzer an denen ich arbeite. Kraft auftanken geht dann doch manchmal einfacher auf der Yoga-Matte, als am Schreibtisch vor dem Notebook. Pläne, so wie das neue Blogdesign und die Veröffentlichung des Buches werden jetzt noch etwas auf sich warten lassen, denn das ist extra Arbeit, die gerade zeitlich schwer umzusetzen ist. Das ist eine Tatsache, die mir besonders schwer fällt. Ziele aus Zeitgründen nicht zeitnah umsetzen zu können. Der Tag hat nur 24 Stunden. Und auf sich zu achten ist auch ein wichtiger Baustein in dieser neuen Kette von Herausforderungen.

Aber ich will nicht jammern, denn stark sein ist gerade die einzige Option, die ich für mich akzeptiere. Stark sein für die Emotionen der Kinder, das Traurig-sein und oftmals auch die Wut über das Nichtverstehen der aktuellen Situation. Aber wie sollen sie auch eine Situation verstehen, die man als Erwachsener nicht richtig versteht. Ich weiß es nicht. Vor allem die Abende so kurz vor dem Einschlafen der Kinder bringen so manche Herausforderung mit sich. Und manchmal lassen sie sich nur mit Einschlafkuscheln lösen. Aber auch das wird mit der Zeit wieder einfacher werden.


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Vergiss den Perfektionismus

Die Reißleine meiner Nerven ist kürzer geworden, der Trotzkopf der Kinder größer. Eine schwierige Kombination, aber schaffbar mit ganz viel Liebe. Es ist wichtig Verständnis für den Anderen zu haben, den Anderen zu unterstützen, wenn er Hilfe braucht.

Und das Lernen meine Kinder gerade, dass man auch als Mama nicht immer perfekt ist. Dass man auch Herausforderungen hat und nicht immer alles leicht von der Hand geht. Und das ist wichtig. So ist man als Mama authentisch und weckt nicht immer die Vorstellung alles perfekt alleine machen zu können. Ich hoffe das nimmt meinen Kindern den Druck, wenn sie später einmal selbst Kinder haben. Zu wissen, dass auch mal etwas schief geht, der Haushalt nicht immer perfekt ist und auch die Laune manchmal im Keller sein darf. Denn so ist das Leben. Mit seinen Höhen und Tiefen. Nicht perfekt, aber wunderbar in all seinen Facetten.

Was die Zukunft bringt

Wie es weiter geht werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Es gilt noch einige Entscheidungen abzuwarten. Erst dann kann ich sagen, wie wir uns neu organisiert haben. Fest steht, es müssen noch einige Veränderungen überlegt werden, vor allem für die Arbeit am Blog und auch für Auszeiten und das zwischendurch Kraft tanken.

Das Wichtigste ist jedoch, dass wir uns haben und dass wir diesen steinigen Weg gemeinsam gehen. Und am Ende werden wir sagen, wir haben es geschafft. Auch wenn alles ein Weilchen länger gedauert hat.

Deine 
Janina

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