Warum man den Umgang manchmal anpassen muss

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Wenn dein Kind mehr Umgang mit dem Papa will

Eigentlich lief alles bis zu den Sommerferien relativ normal. Die Kinder hatten regelmäßige Wochenenden Umgang mit ihrem Vater (14-tägig) und eine Ferienwoche in den Sommerferien durften die Kinder ebenfalls bei Papa verbringen. Doch seit Schulbeginn ist leider irgendwie der Wurm drin.

Eine Krankheitswelle jagt die nächste und der Große hat irgendwie vermehrt Konzentrationsschwierigkeiten im Unterricht. Auch das Einschlafen abends fällt ihm schwer. Ich war erst mal ein wenig ratlos und suchte dann aber das Gespräch mit ihm. Mit dem Ergebnis: „ich kann mich nicht so gut auf die Schule konzentrieren, weil ich so oft an Papa denken muss, weil ich ihn so sehr vermisse“. Zack, das hat gesessen.

vermissen

Wunsch vs. Realität

Und er hat ja auch Recht, 4 Tage und Nächte Umgang im Monat sind im Vergleich zu meinen 26 Tagen, in denen die Kinder bei mir sind, verschwindend gering. Aber was tun? Ein Wechselmodell kommt aufgrund der verschiedenen Wohnorte nicht in Frage (dafür ist die Entfernung zu groß). Alle meine Wochenenden abgeben und nur noch das Pflichtprogramm (Montag bis Freitag Alltag mit Schule) fahren ist auch irgendwie Mist. Ich möchte ja auch gerne mal Freizeit und Wochenende mit meinen Kindern genießen. Und außerdem muss Papa ja auch erst mal mit einbezogen und nach seinen Möglichkeiten gefragt werden. Gar nicht so einfach.

Ein Gespräch musste her

Nachdem wir uns zusammengesetzt haben, konnten wir uns erst einmal so einigen. Beide Kinder verbringen nach wie vor 14-tägig die Wochenenden bei ihrem Vater. Ein drittes Papa-Wochenende gibt es auf jeden Fall für den Großen zusätzlich. Und die Kleine darf mit, wenn sie möchte, ansonsten bleibt sie bei mir und es gibt ein Vater-Sohn / Mutter-Tochter-Wochenende.

Außerdem soll nun öfter telefoniert werden. Papa ruft nun immer für ca. 10 min abends an, wenn ich die Kleine bettfertig mache und plaudert mit dem Großen über seinen Tag. So bekommt der Große noch einmal ungeteilte Aufmerksamkeit.

 Auch die Ferien sollen besser verteilt werden, sodass es zukünftig mehr Papa-Zeiten gibt.

Zwar muss ich durch die neuen Regelungen jetzt doch mehr Zeiten abgeben, als ich eigentlich möchte. Aber es geht hier immerhin um meinen Großen. Und ich kann auch nicht zusehen, wie mein Kind leidet, nur weil er seinen Papa vermisst.

Da sind nun wir als Eltern gefragt, für unseren Sohn die bestmöglichste Variante zu finden. Und da kann ich von Glück reden, wenn ich sage, dass wir uns als Eltern meistens einig sind und gut über solche Themen und Anpassungen reden können. Denn auch, wenn die Ehe nicht gehalten hat, Eltern sind und bleiben wir gemeinsam.

Ob unser gewähltes neues Modell nun Besserung verspricht, weiß ich noch nicht. Aber einen Versuch ist es wert und der Große wird uns schon sagen, ob es für ihn nun schöner ist.

Hat euer Kind auch schon einmal nach mehr Papa-Zeiten gefragt? Und wie seid ihr damit umgegangen?

Janina

Mamas Morgenstunde

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