Finanzen: So wirst du deine Schulden los!

Schulden

Schulden zurückzahlen

Schulden sind dazu da, um sie schnellstmöglich los zu werden. In Deutschland sind zum Stichtag 01. Oktober 2018 insgesamt 6,9 Millionen Menschen über 18 Jahren verschuldet*. Das bedeutet fast jeder 10. Erwachsene hat Probleme, seine Rechnungen zu bezahlen. Für mich persönlich ist das eine erschreckend hohe Zahl. Aber was ist passiert?

Die Gründe reichen von Arbeitslosigkeit, Trennung und Scheidung bis hin zu übermäßigem Konsumverhalten.

Damit du nicht in die Schuldenfalle gerätst, solltest du also versuchen, deine Schulden schnellstmöglich abzubezahlen.

So gehst du es an

Dazu nimmst du deine Schuldentabelle, die du ja bereits erstellt hast, zur Hand und überprüfst alle Ratenzahlungen und Kreditverträge, die du abgeschlossen hast. Anschließend prüfst du, ob Verträge mit übermäßig hohen Zinsen dabei sind, dann käme nämlich eventuell eine Umschuldung in Betracht, sodass du einen Kreditvertrag mit einem niedrigeren Zins abschließt, alle vorhandenen Kredite mit höherem Zins auslöst und dann nur noch an einen Schuldner zurückzahlen musst.

Einsparmöglichkeiten

Ist dies nicht der Fall, solltest du im nächsten Schritt prüfen, ob es irgendwo Einsparmöglichkeiten bei deinen laufenden Kosten gibt, und ob Kredite vorhanden sind, die sich ohne Mehrkosten auch früher auslösen lassen.

Hast du Einsparpotentiale entdeckt oder zumindest einen kleinen Sparbetrag frei, sollte deine oberste Priorität der Abbau der Schulden sein. Erstelle dir hierzu einen genauen Abzahlungsplan, sodass du jederzeit nachschauen kannst, wie und in welcher Höhe deine Schulden getilgt werden und wie hoch die Restschuld ist. So kannst du für dich jeden Monat kleine Teilerfolge verbuchen, weil du siehst wie deine Schulden sinken.

Notgroschen

Als wichtigen Rat möchte ich dir dennoch geben, auch wenn die größte Priorität der Schuldenabbau ist, solltest du dir einen kleinen Betrag monatlich zur Seite legen, der nicht in die Schuldentilgung geht. Und das aus dem einfachen Grund, dass du einen Notgroschen brauchst. Geht nämlich während deiner Schuldenabbauphase zum Beispiel deine Waschmaschine kaputt oder du hast eine größere Reparatur am Auto, so bist du gezwungen, gleich wieder einen Kredit aufzunehmen, weil du kein Polster angelegt hast. Und dadurch steigen dann deine Schulden wieder, ebenso wie sich die monatliche Tilgungsrate erhöht und das ist ja genau das, was du eigentlich vermeiden möchtest.

Also genauso wichtig wie die Tilgung der Schulden, ist die Ansparung eines Notgroschens für finanzielle Engpässe.

Konsumverhalten überdenken

Ein weiterer Punkt, wenn du deine Schulden abbauen möchtest ist,  dass du dein Konsumverhalten überdenkst. Überlege dir bei jedem Einkauf, ob du das was du gerade kaufen möchtest auch wirklich brauchst. Muss es zum Beispiel die dritte neue Hose in diesem Jahr sein nur weil sie toll aussieht? Wenn du nicht immer das kaufst, was du gerade im Laden siehst und dir gefällt, sondern dir mit deiner Kaufentscheidung Zeit lässt, wirst du merken, dass du mit der Zeit weniger kaufst. Und alles was du dadurch eingespart hast, kannst du nutzen, um schneller schuldenfrei zu werden.

Verkaufe nicht mehr benötigte Sachen

Als letzten Rat möchte ich dir mitgeben, dass du einfach mal alle Dinge, die sich in deinem Haus oder deinem Keller angesammelt haben überdenkst. Überlege dir, was du noch brauchst und was du vielleicht seit Jahren nicht genutzt hast und du dann zu Geld machen könntest.

In der nächsten Woche kannst du dann alles zum Thema Vermögensaufbau hier am Blog lesen.

*Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/166338/umfrage/anzahl-der-schuldner-in-deutschland-seit-2004/

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