Kleidung – Materiellen Ballast loswerden 3

Kleidung

Aufräumen nach Kategorien

In meinen letzen beiden Beiträgen habe ich euch von meinem Jahresziel erzählt, mein Leben und meinen Haushalt komplett zu entrümpeln. Das bedeutet für mich jede Menge materiellen Ballast los zu werden, um endlich frei zu sein.

Nachdem ich im letzten Jahr viel gelesen habe, hat mich vor allem die Methode des <<Magic Cleaning>> von Marie Kondo sehr fasziniert.

Alles was du nun hier von mir lesen kannst, basiert also auf ihren Strategien und Tipps, in der Art und Weise, wie es für mich umsetzbar ist. Im ersten Teil habe ich euch die Grundlagen erklärt und im zweiten Teil ging es dann weiter mit dem Thema Entrümpeln, der Grundvorrausetzung für deinen langfristigen Erfolg.

Nach der Konmari-Methode räumt man nicht, wie es wohl die meisten von uns machen, nach Räumen auf, sondern nach Kategorien.

Sie hat insgesamt fünf Kategorien festgelegt. Und auch die Reihenfolge ist von Bedeutung und sollte unbedingt eingehalten werden.

  1. Kleidung
  2. Bücher
  3. Schriftstücke
  4. Kleinkram
  5. Erinnerungsstücke

Mit der ersten Kategorie möchte ich heute beginnen.

Kategorie 1: Kleidung

Die Kategorie Kleidung ist ein recht großer Bereich, vor allem wenn man nicht in einem Single-Haushalt lebt und auch noch Kinder hat. Aus diesem Grund macht es natürlich Sinn, diese Kategorie noch einmal in Unterkategorien zu unterteilen. Und auch hier gibt es eine Reihenfolge, die zu beachten ist.

  1. Oberteile
  2. Unterteile
  3. Aufzuhängende Sachen (Jacken, Kostüme, Mäntel)
  4. Strumpfwaren
  5. Unterwäsche
  6. Taschen
  7. Kleinteile (Schals, Gürtel, Mützen)
  8. Kleidung nach Aktivität (Badesachen, Sportsachen)
  9. Portemonnaies
  10. Schuhe

*

Der Kleiderberg

Dein erster Schritt sollte es sein, sämtliche Kleidung aus dem ganzen Haus (auch aus dem Keller) einzusammeln. Nur so kannst du dir wirklich einen Überblick verschaffen, von dem was du wirklich besitzt. Meist fällt es uns leichter mit der außersaisonalen Kleidung zu beginnen. Wenn also jetzt gerade Winter ist, beginnst du mit deiner Sommergarderobe, in dem du alles auf einen Kleiderberg wirfst.

Mein erster Kleiderberg, nämlich der aus Oberteilen, bestand aus sage und schreibe 139 Oberteilen, ohne die Oberteile, die sich gerade in der Wäsche befanden.

Kleiderberg

Aus diesem Kleiderberg musst du wirklich jedes Teil einzeln in die Hand nehmen. Stelle dir die Frage, ob du es gern anziehst, ob es dich glücklich macht. Wenn ja, behalte es, wenn nein, bedanke dich für seine bisherigen Dienste und lege es auf den Haufen, den du am Ende aussortieren möchtest.

Und genau so gehst du jede Kategorie einzeln und nacheinander durch.

Tipps

Manchmal hat man alte Kleidung, die man vielleicht früher mal gerne getragen hat, die aber mittlerweile ausgeleiert ist oder die Farben verblasst sind. Es ist jedoch keine empfehlenswerte Strategie, diese Kleidung als „Hauskleidung“ zu nutzen. Denn unser Ziel ist es ja glücklich zu sein, und nicht, sobald wir zu Hause sind, in Kleidung 2. Klasse zu schlüpfen. Auch unser zu Hause ist ein besonderer Ort, an dem wir nur tragen sollten, in was wir uns uneingeschränkt wohlfühlen und das kann ruhig eine bequeme Jogginghose sein, solange wir uns darin wohl und glücklich fühlen.

KonMari empfiehlt die meiste Kleidung nicht auf Bügel zu hängen, sondern in einer speziellen Falttechnik stehend in die Schublade des Kleiderschrankes zu stellen. Und zwar so, dass von jedem Teil gerade so viel zu sehen ist, wie bei Büchern der Buchrücken. Ich stand also vor dem Problem, dass ich einen Kleiderschrank besitze, der zum Großteil aus Regalböden und Kleiderstangen besteht.

Gelöst habe ich das Ganze, indem ich sämtliche Kleidungsstücke nach KonMari gefaltet und in alte Schuhkartons einsortiert habe. Einige wenige Boxen habe ich lediglich dazukaufen müssen. Und so sieht das nun bei mir aus.

Der Familienkleiderschrank

Und wenn du dich nun fragst, warum ich immer noch so viel Kleidung im Schrank habe, dafür habe ich eine ganz einfache Erklärung. Denn das ist die Kleidung aller Familienmitglieder. Den Kleiderschrank im Kinderzimmer und auch die Kommode dort habe ich vollständig leer geräumt und in meinen Kleiderschrank integriert. Auch wenn das wahrscheinlich nur bei Kindern vorm Teenageralter geht, ist es für mich eine ganz tolle Lösung.

Häufig hatte ich das Problem, dass ich meine Kinder zum Anziehen ins Zimmer geschickt habe und wenn ich dann rein geschaut habe, ob alles klappt, saßen sie da, völlig vertieft in ein Spiel. Das führte bei mir zu Stress, weil ich sie ermahnen musste. Und bei ihnen auch zu keinem guten Gefühl, weil sie ja viel lieber spielen wollten, als sich anzuziehen.

Mit der Lösung der integrierten Kleidung in meinem Kleiderschrank, kann ich sie also ganz getrost, an ihre Fächer schicken und sie kommen wirklich angezogen aus dem Zimmer wieder heraus, da es in meinem Schlafzimmer keine Spielsachen gibt und es auch sonst recht minimalistisch eingerichtet ist.

Ein weiterer Vorteil ist auch definitiv das Aufräumen der Wäsche. Ich muss es nicht mehr in verschiedene Körbe aufteilen und an unterschiedliche Orte in der Wohnung räumen. Ich kann mich einfach mit der frischen Wäsche und den Kindern in mein Zimmer setzen. Jeder sortiert seinen Berg und dann räumen wir es gemeinsam ein. Ihre Kleidung nach KonMari zusammenzulegen habe ich nämlich auch gleich beiden beigebracht. Und nach anfänglichen Schwierigkeiten geht es sogar auch schon bei meiner 4-jährigen recht flott von der Hand. Und stolz sind sie auch beide, dass sie das jetzt schon selbstständig können und es von mal zu mal schöner und schneller geht.

*Affiliate Link

Ich muss zugeben, anfangs war ich etwas skeptisch bezüglich der Faltmethode, und erwartete mehr Falten und Knicke beim späteren Anziehen der Kleidung. Aber ich muss sagen, das Gegenteil ist der Fall. Die Kleidung sieht beim wieder öffnen sogar ordentlicher aus.

Wenn du dich für die Faltmethode von Marie Kondo interessierst, solltest du unbedingt mal auf YouTube stöbern, da gibt es jede Menge Videos und praktische Tipps.

Deine
Janina

Das könnte dich auch interessieren:

*Dieser Artikel enthält Affiliate Links. Diese sind mit einem * gekennzeichnet. Wenn du über diesen Link etwas bestellst, kostet dich das nicht mehr, aber ich erhalte eine kleine Provision dafür. Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere